#4 Wer läuft für dich 20.000 Schritte? Warum du einen Wedding Day Manager brauchst
02.06.2026 21 min
Zusammenfassung & Show Notes
Endlich zurück am Mikrofon! In dieser Folge meldet sich Bélie aus der wohl stressigsten Hochzeitswoche des Jahres zurück, denn in genau einem Monat steht ihre eigene standesamtliche Trauung an. Sie gibt einen ehrlichen Einblick in das Gefühlschaos zwischen vollem Terminkalender, fehlender Vorfreude und der Planung für das große Hochzeitswochenende in Griechenland. Anhand einer emotionalen Anekdote von einer befreundeten Hochzeit bricht Bélie außerdem eine Lanze für alle Brautpaare und Trauzäuginnen: Sie erklärt hautnah, warum ein Wedding-Day-Manager unerlässlich ist, um am großen Tag nicht selbst 20.000 Schritte zu laufen, sondern einfach nur unbeschwert zu genießen, ein Investment, das sie als Profi für ihre eigene Hochzeit sofort selbst getätigt hat.
I'm back! Nach einer kleinen Pause sitzt Bélie endlich wieder vor dem Mikrofon Und das in der wohl stressigsten Woche des Jahres. Der Grund für die Pause? Real Life & Real Wedding Planning. Denn heute in genau einem Monat wird standesamtlich geheiratet!
In dieser Folge teilt Bélie ganz ungeschönt ihre Gedanken als "Profi-Braut". Sie verrät, warum die standesamtliche Planung im Juni fast komplett zwischen Tür und Angel an ihr vorbeigezogen ist, warum das mit der Vorfreude im stressigen Business-Alltag gar nicht so einfach ist und warum die Planung für die große Hochzeit in Griechenland (in 4 Monaten) noch einiges an Liebe braucht.
Außerdem im Gepäck: Eine emotionale Anekdote vom letzten Wochenende. Bélie war halb privat, halb beruflich als Planerin auf der Hochzeit einer Freundin im Einsatz. Das Feedback der Trauzeugin dort hat noch einmal schwarz auf weiß gezeigt, warum ein Wedding-Day-Manager (Tageskoordinator) kein Luxus, sondern ein absolutes Must-have ist.
In dieser Folge erfährst du:
- Der aktuelle Checklisten-Stand: Was bei Bélie einen Monat vor dem Standesamt schon erledigt ist (und was nicht).
- Wer läuft deine 20.000 Schritte? Was im Hintergrund einer Hochzeit wirklich passiert, während das Paar feiert.
- Das Trauzeuginnen-Dilemma: Warum deine beste Freundin am Hochzeitstag an deiner Seite sein sollte und nicht den Traubogen schleppen darf.
- Die Planerin bucht eine Planerin: Warum Bélie für ihre eigene Hochzeit in Griechenland sofort eine Tageskoordination engagiert hat.
Ein Appell von Herzen an alle zukünftigen Hochzeitspaare: Holt euch die Regie für euren großen Tag, gebt die Fäden aus der Hand und genießt einfach nur das pure Herzklopfen.
Kopfhörer rein, Kaffee oder Tee schnappen und rein in die neue Folge!
Transkript
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von A Wedding Planner's Wedding, dem Podcast, wo die Hochzeitsplanerin zur Braut wird. Und Leute, es ist endlich soweit – zwei Dinge passieren. Erstens: Ja, ich sitze wieder vor dem Mikro.
Ja, ich habe nicht vergessen, dass es den Podcast eigentlich gibt. Und ja, I'm back! Und ich heirate tatsächlich heute in einem Monat standesamtlich.
Und weil das alles so viel zu besprechen ist und so viel in meinem Kopf ist, habe ich mir gedacht: Heute fühle ich es einfach. Heute möchte ich vor dem Mikro sitzen und mit euch meine Gedanken teilen, die ich so habe zu bevorstehenden Hochzeiten, zu allen Themen, die mir gerade durch den Kopf gehen.
Und vor allem das Ganze machen wir natürlich in der wohl stressigsten Woche, die ich überhaupt haben kann beruflich gesehen, weil diese Woche warten zwei Hochzeiten auf mich und ein Event, auf das ich mich natürlich absolut Hardcore freue. Aber ich fühl's jetzt einfach.
Es ist Abend, ich schaue da aus dem Fenster bei mir im Büro und ich hoffe, dass das Licht noch ein bisschen hält, ihr ein bisschen irgendwas seht, falls ihr das als Video anschaut. Und ich würde sagen: Starten wir rein in diese neue Folge.
Ja, lange Zeit ist es her, dass ich die letzte Podcast-Folge aufgenommen habe. Ich bin da voller Euphorie reingestartet im letzten Jahr und habe mir gedacht: Das ist voll cool und ich mache das so wie immer – mit Plan, mit Konzept und mit Strategieplänen und alles Mögliche.
Das Problem ist nur, dass irgendwie das Thema dieses Podcasts meine eigene Hochzeit ist – und nicht das Problem grundsätzlich mit der Hochzeit an sich. Allerdings ist es halt so, dass...
...ich wirklich in der jetzigen Situation sagen muss: Ich verstehe alle Hochzeitspaare da draußen so viel besser. Es ist richtig, richtig, richtig arg.
Weil ich habe das schon immer nachvollziehen können mit einem eher, ja, wie viele auch sagen, sehr bunten und abwechslungsreichen Alltag, den ich irgendwie habe, dass die Hochzeitsplanung ein bisschen stressig sein kann oder dass es zu viele Aufgaben natürlich sind, die man...
...selber nicht machen möchte, für die man keine Zeit hat oder für die man einfach keine Ressourcen hat im Alltag, und das zu bewältigen. Aber ich kann mit gutem Gewissen jetzt sagen, ohne Spaß: I get you all.
Weil ich sitze da einen Monat vor meiner Hochzeit und ich bin sehr froh, tatsächlich, dass es unter Anführungszeichen "nur" die standesamtliche Hochzeit ist, weil, ja...
In vier Monaten heirate ich noch mal, und zwar diesmal in Griechenland. Ja, da sollte man vielleicht sagen, dass noch einiges in die Planung reinfließen soll oder sollte, für das ich tatsächlich einfach noch keine Zeit gehabt habe.
Und ich habe mich geweigert, dass ich das zwischen Tür und Angel mache, weil ich das wirklich genießen möchte, was ich da eigentlich plane und diesen großen Tag bzw. das große Wedding-Weekend.
Und deswegen habe ich mir gedacht, wir gehen es jetzt wieder an und jetzt teile ich einfach ein bisschen das, was mir da durch den Kopf geht und vor allem auch, was in den letzten Wochen und Monaten passiert ist – und naja, was eben auch noch nicht.
Also grundsätzlich, wenn wir mal die Checkliste abgehen wollen, würde ich sagen: Outfits? Check. Wir haben Ringe, das ist auch schon mal ganz gut. Wir haben alle Termine beim Standesamt und bei der standesamtlichen Location etc. organisiert, auch sehr von Vorteil.
Und genau, wir wissen, wo wir dann nachher essen gehen. Unsere lieben Trauzeuginnen haben organisiert, wo wir dann danach, nach dem Dinner, weiterziehen, nach der standesamtlichen Trauung.
Deswegen, auch von diesem Aspekt her bin ich eigentlich sehr zufrieden und denke mir, die Planung ist eigentlich quasi abgeschlossen. Jetzt fehlen nur noch ein paar Details. Eine Stylistin habe ich natürlich auch schon für die standesamtliche Trauung.
But wisst ihr, was arg dran ist? Ich habe das halt irgendwie einfach so zwischen Tür und Angel bisschen gemacht. Also ich habe Dienstleisterinnen, die ich kenne, angefragt natürlich, und dann war das einfach so: Ich schreibe eine E-Mail, passt, und das ist okay.
Natürlich habe ich da einen Vorteil, weil es vielleicht auch schneller geht, weil ich jetzt ehrlicherweise auch nicht unbedingt Angebote so weit verglichen habe, weil bei uns relativ schnell klar war, dass wir in diese Location gehen möchten für die standesamtliche Trauung...
...und dass wir nicht am Standesamt selbst heiraten möchten, weil wir gesagt haben, wir wollen das nicht in einem bürokratischen Amtsgebäude machen. Das hat sich für uns nicht ganz richtig angefühlt.
Und vor allem ist es auch bei uns so, dass einige Personen aus unserem engsten Umfeld nicht in Griechenland dabei sein werden oder können. Und deswegen war es uns vor allem total wichtig, dass wir auch die standesamtliche Trauung wirklich feiern und irgendwie etwas Besonderes für uns daraus gestalten.
Und diese ganze Vorbereitung und Planung bis jetzt ist irgendwie komplett an mir vorbeigezogen. Und ich bin natürlich sehr dankbar über mein Dienstleisternetzwerk, das ich habe, dass ich das so zwischen Tür und Angel ein bisschen habe machen können.
Auf der anderen Seite ist jetzt heute genau ein Monat hin, dass ich heirate. Und lustigerweise hat mich gestern mein Bruder daran erinnert, dass ich morgen – also gestern Morgen, in diesem Fall jetzt heute in einem Monat – heirate.
Beziehungsweise wenn ihr das hört, wahrscheinlich dann schon verheiratet bin in einem Monat. Und das ist total surreal für mich, weil irgendwie, ja, das einfach so passiert ist – nebenbei.
Aber ich noch gar keine Zeit gehabt habe für diese Vorfreude und für dieses Genießen, was natürlich sehr schade ist. Deswegen habe ich auch den Job, den ich so gerne mache, weil ich den Hochzeitspaaren durch diese Unterstützung den Fokus auf die Vorfreude zurückgeben möchte, der manchmal in der Planung schon verloren geht.
Das ist natürlich umso schader, dass das bei mir halt so semi-gut funktioniert hat.
Aber ich habe jetzt nur noch einen Monat und da gibt es einige Termine, auf die ich mich sehr, sehr besonders freue. Wir haben noch einen Standesamttermin. Wir haben noch ein Location-Abschlussgespräch sozusagen für die standesamtliche Hochzeit. Ich habe meinen Probe-Styling-Termin.
Ich hole mein Brautkleid natürlich ab bzw. meine zwei Braut-Outfits – einmal für Griechenland, einmal für das Standesamt. Wir holen die Ringe ab, die wir mit einem Goldschmied gemeinsam designt haben.
Genau, und das sind richtig viele coole Momente, auf die ich mich wirklich freue. Und das ist jetzt eigentlich bis hier das Ziel. Deswegen, glaube ich, war es mir irgendwie so wichtig, dass ich das aufnehme und dass ich das dann auch veröffentliche, weil mir das gar nicht so einfach fällt.
Dass ich eben diese Vorfreude irgendwie genieße, weil ich jetzt gerade in dem letzten Monat einfach so viel gearbeitet habe, was mir super arg viel Freude bereitet hat. Aber dadurch ist natürlich die eigene Hochzeit und die Gedanken an die eigene Hochzeit ziemlich in den Hintergrund gerückt.
Was ein vollkommen in Ordnung war für dieses Monat. Allerdings ist jetzt dann eben Juni und das ist mein Hochzeitsmonat – Hochzeitsmonat Nummer eins. Und deswegen ist mir das ganz, ganz arg ein Bedürfnis. Es ist einfach, dass ich mich da hinsetze und wirklich gemeinsam mit meinem Partner das halt auch genieße, dass wir heiraten, einfach in einem Monat.
Und ja, ich habe keine Ahnung, ob das eigentlich Sinn ergibt, was ich da so erzähle. Aber ich glaube, ihr habt das jetzt schon ein bisschen raus: Das ist wirklich, ja, gar nicht so einfach oftmals.
Und ich habe mir tatsächlich, man glaubt es kaum, zwei, drei Notizen gemacht für diese Folge, worüber ich eigentlich mit euch reden wollte. Weil bis jetzt sind es ja eigentlich nur ein bisschen Anekdoten aus meinem Leben.
Und zwar war ich letzte Woche bzw. letztes Wochenende bei einer Hochzeit und das war richtig, richtig, richtig cool. Aber es hat mir auch noch einmal etwas gezeigt.
Und zwar war ich bei einem Hochzeits-Wedding-Weekend dabei – halb privat, halb beruflich. Und ich habe mich dazwischen wieder selbst beglückwünscht, und zwar zu der Tatsache, dass ich für mich selbst, also für meine Hochzeit in Griechenland, eine Wedding-Day-Koordinatorin gebucht habe.
Und das hört sich vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen komisch an, weil, okay: Warum macht man das, wenn man Hochzeitsplanerin ist? Ich sage es euch genau aus dem Grund, warum ich letzte Woche freiwillig – bitte möchte ich dazu sagen...
...eine Hochzeits-Tageskoordinierung gemacht habe, obwohl ich eigentlich irgendwie als Gast dort war auf dieser Hochzeit. Weil ich wollte, dass meine Freundin und ihr Partner, ihr Mann, ihre Hochzeit in vollen Zügen genießen können. Weil das auch quasi für mich ein bisschen mein Geschenk an sie war und weil ich ja ehrlicherweise wahrscheinlich gar nicht anders kann.
But bei meiner eigenen Hochzeit – ich glaube, das war die zweite oder dritte Dienstleisterin, die ich gebucht habe für Griechenland, weil ich gesagt habe: Okay, ich habe wahrscheinlich nie wieder eine Hochzeit, auf der ich einfach nur Gast bin – einfach auch vom Kopf her, von dem Mentalen her.
Ich glaube, das wird es in meinem weiteren Leben nie wieder so wirklich geben. Aber es gibt eine Hochzeit, an der ich nur Braut bin – und das ist meine eigene. Und deswegen bin ich da so arg froh, dass ich wirklich da jemanden gebucht habe, der die Hochzeitstags-Koordination übernimmt...
...der die Dekoration aufbaut, die ich zwar selber mitnehme teilweise, und die ich alles selber plane – und mein Weddingdesign ist natürlich mein eigenes. Allerdings habe ich wen, der das für mich übernimmt, und ich kann das einfach abgeben, diese ganzen Fäden.
Ich meine, fair enough, man muss natürlich dazu sagen, dass ich in Griechenland eigentlich sehr, sehr over-the-top gut aufgestellt bin, weil die liebe Chrisi, die ja auch Teil von Bélie Events ist, die mich immer auf die Hochzeiten begleitet, die wird auch dabei sein. Und die ist so lieb und wird mich natürlich dort vor Ort tatkräftig unterstützen, damit ich eben auch Braut sein kann.
Und zusätzlich habe ich eben auch noch eine Wedding-Day-Koordinatorin gebucht. Das heißt, ich glaube, ich bin da sehr gut aufgestellt und habe mich da sehr gut darauf vorbereitet, dass ich mich auch darauf einlassen kann, etwas abzugeben. Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt, wenn man über die Hochzeits-Tageskoordination spricht.
Und ja, genau, das führt mich wieder auf den Punkt, an dem ich wahrscheinlich gerade vorher war, nämlich warum es mir so wichtig ist, dass ich eine Hochzeitstags-Koordination oder Hochzeitswochenenden-Koordination, eher in meinem Fall, auch gebucht habe, und warum ich wieder zurückkomme auf die Hochzeit von letztem Wochenende.
Weil die Frage isthalt einfach... Ich habe vorher ein Reel gepostet und da steht auch drinnen: Ich bin an einem Hochzeitstag 20.000 Schritte gegangen, sogar mehr. Das Areal war gar nicht so groß.
Die Frage ist: Wer geht diese 20.000 Schritte für euch an dem Tag, wenn ihr keine Hochzeitsplanerin oder keine Hochzeits-Tageskoordination oder keinen Wedding-Day-Manager, wie auch immer man das nennen möchte, auf eurer Hochzeit habt? Weil es wird immer kleine Aufgaben geben, die zu erledigen sind.
Wenn irgendein Dienstleister eine Frage hat. Wenn das Catering fragt, wann der Tortenanschnitt genau ist. Wenn man das mit dem Einzugslied macht – muss der DJ informiert werden, muss die Fotografin, die Videografin, die Content-Creatorin informiert werden. Alle müssen darauf getimt sein...
...und natürlich auch das Hochzeitspaar, dass da ein cooler Moment entsteht, den sich das Hochzeitspaar im Vorhinein gewünscht hat und den wir gemeinsam geplant haben. Das sind alles Abstimmungen, die überlegt man sich eigentlich nicht aus Hochzeitspaar-Sicht.
Weil man denkt: Ja, ich habe den Tortenanschnitt geplant. Und dass aber dann im Hintergrund so viele Abstimmungen laufen, dass alle Dienstleisterinnen ready sind, dass die Gäste sich ungefähr da versammeln, wo das Ganze passiert, damit die das auch wirklich mitbekommen...
...dass dieser Moment, den sie als Paar, den ihr vielleicht so lange herbeigesehnt habt und der in der Planung auf jeden Fall einen eigenen Stellenwert bekommen hat, dass der halt wirklich auch realisiert wird. Und das ist zum Beispiel nur ein Beispiel davon, was eigentlich an einem Hochzeitstag alles passiert.
Es gibt so viele tolle Dienstleisterinnen, die bei einer Hochzeit aufeinandertreffen, und die organisieren sich ja teilweise auch. Aber was man nicht vergessen darf: Alle Dienstleisterinnen, die haben halt eine bestimmte Aufgabe am Tag der Hochzeit.
Wer macht das dann, wenn ihr keine externe Person habt, die quasi die Regie führt und die schaut, dass euer Zeitplan einigermaßen eingehalten wird? Da geht es jetzt nicht darum, dass man sagt: Okay, das war aber eigentlich vor fünf Minuten geplant. Sondern es geht darum, dass die Punkte, die ihr mühsamst...
...in Monaten und jahrelanger Vorbereitung auf diesen großen Tag geplant habt und euch gewünscht habt, die vielleicht mit musikalischer Untermalung sind, die gewisse Timings voraussetzen, dass das überhaupt so passiert – dass die wirklich umgesetzt werden an eurem Hochzeitstag.
Und es gibt eigentlich drei Möglichkeiten, wer das sonst macht bzw. eigentlich, wer es nicht machen sollte. Und das ist normalerweise zuerst einmal ihr als Hochzeitspaar. Weil, na ja, dann arbeitet ihr eigentlich den ganzen Tag, seid nur gestresst, habt gar nichts vom Tag, aber Hauptsache alle Programmpunkte sind erledigt worden. Schwierig.
Dann haben wir den Kandidaten oder die Kandidatin Mama oder Verwandte oder Trauzeuginnen. Da kann ich eine kurze Anekdote vom letzten Wochenende erzählen. Dadurch, dass die Braut eine Freundin von mir war, habe ich auch die Trauzeugin gekannt. Und die hat danach, glaube ich, eines der schönsten Komplimente gemacht, das ich jemals bekommen habe – wahrscheinlich beruflich gesehen.
Weil sie hat zu mir gesagt: "Weißt, Belinda, ich habe mir gerade überlegt, was, wer eigentlich der Tag für mich gewesen wäre, wenn du nicht da gewesen wärst. Ich wäre nie bei der Braut gewesen. Ich hätte total viele schöne Momente nicht miterlebt, weil ich wahrscheinlich genau da gewesen wäre, wo du überall warst..."
"...mit der Koordination mit den Dienstleistern, mit dieser Mithilfe, mit den Absprachen zwischen den Programmpunkten, von denen die Gäste und auch das Hochzeitspaar gar nichts mitbekommen." Und sie hat gesagt: "Egal was passiert, ich bin wirklich dankbar und ich würde dich auch bei meiner eigenen Hochzeit buchen..."
"...weil ich so froh bin, dass ich das nicht habe machen müssen und dass ich die Zeit auf dem Hochzeitstag – und der Hochzeitstag, es kommt sehr oft sehr lang vor, vergeht aber absolut wie im Flug – dass sie diese 12 bis 16 Stunden wirklich mit ihrer besten Freundin, mit der Braut, verbringen hat können."
Und das finde ich, ist wirklich schon eine Aussage, die irgendwie für sich steht, ja? Welche Trauzeugin, welche beste Freundin, welche Schwester, Verwandte, Oma, wie auch immer möchte an dem Hochzeitstag von einer sehr engen Person nicht mit der Person genießen, sondern sich darum kümmern, ob der Traubogen schon richtig aufgebaut ist?
Oder dass der Traubogen, der mit Gewichten übrigens sehr schwer ist, einmal rund um die Location getragen wird, damit er dann im Dinnersaal noch mal zum Einsatz kommt. Blumen, Dekoration, alles was schön ist an Hochzeiten, kostet Geld. Und da ist halt die Frage: Macht man das dann nur für die Trauung, für 20 Minuten...
...und dann bleibt das am Trauungsort stehen, wohin normalerweise nie wieder wer zurückkehrt an dem Tag, weil die restlichen Programmpunkte irgendwo anders stattfinden? Wie gesagt, das war eine Anekdote. Das sind so ganz kleine Details, aber diese kleinen Details, die fallen meistens erst dann auf, wenn sie nicht passiert sind oder wenn sie nicht erledigt sind.
Oder solche Geschichten wie: Wer kümmert sich die ganze Zeit um den Brautstrauß? Wer richtet beim Fotografieren das Kleid? Wer koordiniert Gruppenfotos und Familienfotos? Weil das ist sehr oft, oder sehr, sehr oft, eine sehr emotionale Sache bei Hochzeiten.
Das war das schöne Erlebnis für mich als Hochzeitsplanerin, als Freundin, dass eine Trauzeugin so etwas zu mir sagt – wie froh sie war, dass ich auf dieser Hochzeit anwesend war. Die dritte Option, weil wir haben das Hochzeitspaar selbst, die Trauzeuginnen, Verwandten, wie auch immer...
...ist: Es endet in ziemlichem Chaos, würde ich jetzt mal sagen. Im Sinne von: Weil dann natürlich, wenn die Dienstleisterinnen keinen Ansprechpartner oder keine Ansprechpartnerin haben, die sie vor Ort wirklich fragen können mit: Wann startet der nächste Programmpunkt, wann passiert das, wie auch immer...
...von dem abgesehen, also wenn man eine Hochzeits-Tageskoordination hat, die eigentlich gar nicht fragen müssen, sondern wir ja im Austausch sind die ganze Zeit und uns absprechen: "Hey, was ist bei dir in fūnf Minuten? Ist es okay? Ich schaue mal, wie es dem Hochzeitspaar geht, ob die schon bereit sind..."
..."ich mache kurz einen Check-in. Wie läuft es bei ihnen, brauchen sie noch ein bisschen? Essen sie vielleicht gerade, weil sie vom Sunset-Shooting erst zurückgekommen sind und müssen das vielleicht noch hinten verlegen? Geht sich das mit der Fotografin aus, mit der Stundenpauschale?" All diese ganzen Dinge passieren ja proaktiv, wenn man eine Hochzeits-Tageskoordination hat. Aber gehen wir mal davon aus, es gibt sie nicht.
Wenn ihr sagt, niemand ist proaktiv da, macht's und plant's und koordiniert's vor Ort, dann werden die Dienstleisterinnen notgedrungen natürlich auf euch zurückkommen müssen, weil die wollen ihren Job, für den ihr sie gebucht habt, natürlich richtig gut machen. Und wenn auf dem Plan steht: Ja, wir machen da die Fotos und da ist der Tortenanschnitt und so weiter und so fort...
...dann wird wahrscheinlich, na ja, das Catering auf euch zukommen und fragen: "Hey, seid ihr dann eigentlich bereit für den Tortenanschnitt?" Aber das Catering wird sich wahrscheinlich nicht unbedingt darum kümmern, ob alle anderen Dienstleisterinnen ready sind, ob quasi alle Gäste schon da sind – das ist auch nicht ihre Aufgabe.
Weil ihre Aufgabe ist zum Beispiel, die Hochzeitstorte reinzutragen. Und das darf man wirklich nicht vergessen, dass Dienstleisterinnen natürlich auch eine gewisse Aufgabe haben. Und sehr, sehr viele davon sind wirklich richtig großartig, und ich habe schon sehr, sehr viele großartige Dienstleisterinnen kennenlernen dürfen in meiner Karriere bisher.
Aber trotzdem ist es nicht deren Aufgabe, Regie zu führen an einem Tag, sondern für die Dienstleistung da zu sein, für die ich sie gebucht habe. Ich komme jetzt zum Schluss, weil ich glaube, ich rede jetzt schon wirklich richtig lang. Und ich hoffe, es ist alles irgendwie sinnstiftend und ergibt einen Sinn für euch da draußen.
Ich kann euch wirklich noch wärmstens ans Herz legen, euch wirklich zu überlegen, einen Wedding-Day-Manager zu buchen. Es gibt richtig großartige Hochzeitsplanerinnen und Planer da draußen, die das mit voller Freude und mit vollem Elan und wirklich mit Herzblut machen.
And das größte Ziel von uns allen ist, dass ihr eure Hochzeit in vollen Zügen genießen könnt. Und dass wir bei euch einchecken und nach euren Bedürfnissen und Wünschen vor Ort die Hochzeit eben gestalten, sodass ihr dann einfach wirklich feiern könnt und da genießen könnt. Weil so ein Hochzeitstag ist trotz alledem super anstrengend, weil er ist hoch emotional.
Es passieren tausend Sachen, er wird wie im Flug vergehen. Ihr wollt ihn aber eigentlich mit allen euren Gästen genießen. Stellt euch mal vor, ihr müsst euch dann wirklich um all diese kleinen Details kümmern, all diese Abstimmungen. Und dann überlegt euch mal, wie der Hochzeitstag für euch gewesen wäre.
Ja, mein Appell ganz klar raus: Überlegt euch wirklich gut, einen Wedding-Day-Manager zu buchen. Ich habe es als Hochzeitsplanerin selbst gemacht und ich kann euch jetzt schon sagen, ich werde das niemals in meinem ganzen Leben bereuen.
Und das ist ein richtig, richtig gut investiertes Geld, weil ihr dann euren Hochzeitstag wirklich in vollen Zügen genießen könnt. Es ist die größte Ehre meiner ganzen Karriere, dass ich Hochzeitspaare bei einem so emotionalen und privaten Moment wie der Hochzeit begleiten darf.
Ich bin dabei ab dem Getting Ready. Ich sehe, wenn der Bräutigam oder die Braut wirklich nervös sind vor dem Einzug. Ich bin meistens die letzte Person, die die Braut oder das Hochzeitspaar sieht, bevor sie dann wirklich losschreiten zum Einzug, weil ich koordiniere, dass alle, die einziehen sollen, wirklich einziehen und ich sie dann losschicke.
Das ist die größte Ehre, die ich mir vorstellen kann, und da bin ich auch dankbar dafür. Und in diesem Sinne: Bitte, bitte, bitte überlegt euch ganz, ganz gut, einen Wedding-Day-Manager zu buchen. Und wir hören uns nächste Woche wieder. Alles Liebe!